Perspektive

Perspektivische Darstellungen, wie wir sie heute kennen, haben ihren Ursprung in der Kunst der Renaissance. Es handelt sich dabei um die Möglichkeit, Gegenstände und Figuren auf der Bildfläche wie in einem Raum darzustellen und nicht mehr nur nebeneinander. Mithilfe eines Fluchtpunkts auf der Horizontlinie, auf den sämtliche Linien zulaufen, werden Objekte im Raum dargestellt. Dadurch wird eine Tiefe erzeugt, die wir vom räumlichen Sehen kennen. Diese Art der künstlerischen Darstellung nennt man perspektivische Verkürzung.

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Jacopo Bellini (zugeschrieben): Versammlung des Halbmondordens, 1453, Buchmalerei aus Jacopo Antonio Marcello, Passio Mauritii et sotiorum eius, Buchmalerei auf Pergament, 18,7 x 14 cm
© Bibliothèque Nationale de France, Paris