Kupferstich

Mit der Technik des Kupferstechens konnten Kompositionen, Bildideen und Kopien auf einfache Art verbreitet werden. Bei dieser Technik ritzen Künstler mit einen Werkzeug, dem Griffel, Vertiefungen in eine Kupferplatte. Ist das Bild fertig, dann wird Farbe auf die Kupferplatte aufgetragen, die sich in den eingeritzten Vertiefungen sammelt. Überschüssige Farbe wird abgewischt. Je näher die geritzten Linien aneinander liegen, umso dunkler wird der Bereich. Ein Kupferstich kann von der Platte mehrfach auf Papier gedruckt werden. Ein solches Blatt ist natürlich wesentlich leichter zu transportieren als zum Beispiel ein Gemälde auf Holz, deshalb verbreiteten Künstler ihre Ideen vermehrt als Kupferstich.
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links:
Werkstatt von Andrea Mantegna: Madonna mit Kind, um 1480–1485, Kupferstich, 24,7 x 21 cm
© The Trustees of The British Museum

rechts:
Umkreis von Andrea Mantegna: Die Geißelung Christi, um 1470–80, Kupferstich, 40,5 x 31,8 cm
© The Trustees of The British Museum