Gemäldedetails

Am Ölberg Während Christus am Morgen vor seinem Tod am Ölberg betet, nähert sich von hinten Judas mit den Soldaten, um ihn zu verraten. Die anderen Jünger schlafen.Kapitel 2 Höllengang »Christus in der Vorhölle« ist sowohl bei Mantegna als auch bei Bellini ein mehrfach wiederkehrendes Motiv. Sie verwenden verschiedene Techniken wie Kupferstich, Zeichnung oder Malerei. Kapitel 3 Am Ölberg Während Judas Christus verrät, betet dieser am Ölberg. Die anderen Jünger verschlafen das Ereignis. Kapitel 2
Cäsars Triumph Für Francesco II Gonzaga schuf Mantegna neun großformatige Gemälde mit dem Triumphzug des römischen Kaisers. Triumph der Tugenden Minerva, die Göttin der Weisheit, vertreibt die auf unterschiedlichste Weise dargestellten Laster aus dem Garten der Tugend. Das Fest der Götter Der Spezialist für mythologische Themen war eigentlich Mantegna. Dieses Göttermahl hat ausnahmsweise Giovanni Bellini ausgeführt. Später wurde es unter anderem von Tizian „modernisiert“. Blick aus dem Bild Fordernd schaut eine Person aus Bellinis »Darbringung im Tempel«. Der Künstler hat sich hier selbst porträtiert und wird so zum Zeuge der Darbringung.
Giovanni Bellini porträtierte Leonardo Loredan im Jahre 1501, als dieser zum Dogen gewählt wurde. Loredan blieb bis zu seinem Tod 1521 Doge. Kapitel 1

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Erfindung
oder Nachahmung

Kopiert und Übertragen

Gute Ideen zu kopieren war in der Renaissance gängige Praxis, es war jedoch sehr kompliziert. Heute können wir von interessanten Dingen einfach ein Handyfoto machen und es mit Freunden teilen. Damals benötigte man Geduld und Geschicklichkeit: Wollten Maler eine Komposition kopieren, legten sie zunächst eine Art Pauspapier auf und zeichneten die Umrisse nach. Damit hinterließen sie auf der Leinwand sogar manchmal Spuren. Danach konnten sie mit Hilfe von Kohle diese Umrisse wiederum auf einen anderen Malgrund übertragen.

Mantegna und Bellini haben sich zeitlebens gegenseitig beeinflusst. Sie fanden Inspirationen in den Gemälden und Zeichnungen des anderen, übernahmen Bildideen aus den Musterbüchern von Jacopo Bellini und verbreiteten ihrerseits Kompositionen durch Kupferstiche.

Werkstatt von Andrea Mantegna: Tanzende Muse, um 1497, Feder in Schwarz, Pinsel in Blaugrau, weiß gehöht, über schwarzem Stift, auf braun gestrichenem Papier, Spuren einer Spolvero-Übertragung, 45,6 x 31,2 cm © Kupferstichkabinett. Staatliche Museen zu Berlin / Foto: Dietmar Katz

Die Darbringung im Tempel

Die beiden Gemälde mit der »Darbringung Christi im Tempel« sind in einem Abstand von ungefähr 20 Jahren entstanden. Mantegnas Version wurde vermutlich im Zeitraum seiner Hochzeit mit Nicolosia Bellini gemalt. Jüngste Untersuchungen beweisen, dass Giovanni Bellini später eine Kopie von Mantegnas Komposition anfertigte. Als Grundlage diente ihm die zentrale Figurengruppe mit Maria, dem Priester Simeon und Christus.

Maltechnik

Christus am Ölberg

Zu den beiden Gemälden »Christus am Ölberg« wird häufig gesagt, dass sich Mantegna und Bellini hier künstlerisch und technisch sehr nah waren. Beide machten Vorzeichnungen ihrer Komposition, verwendeten Eitempera und nutzten als Malgrund Holz. Insbesondere die Gesichter mit dreieckigen Nasenformen und leicht geöffneten Mündern ähneln sich. Ein grundsätzlicher Unterschied ist die Maltechnik: Mantegna hat hier präzise Pinselstriche auf allen Bildebenen gesetzt, während Bellini weniger schematischer vorging und die Atmosphäre der Morgendämmerung zu erfassen versuchte.

Landschaft

„An Erfindungsreichtum ist messer Andrea Mantegna nicht zu übertreffen…, aber in der Verwendung von Farbe ist Giovanni Bellini ausgezeichnet.“
Lorenzo da Pavia in einem Brief an Isabella d’Este
Venedig, 16. Juli 1504

darstellungen von Maria

Mariendarstellungen mit dem Christuskind waren in der Renaissance allgegenwärtig. Ein großer Teil der Gemälde zu diesem Thema war für das private Umfeld und die persönliche Andacht bestimmt. Mantegna und Bellini malten zahlreiche Marien mit Kind und konnten bei diesem Sujet Technik und Komposition immer neu variieren.

Mantegnas Maria mit schlafendem Kind

In dem kleinformatigen Andachtsbild sehen wir eine Mutter, die ihr schlafendes Neugeborenes liebevoll an sich schmiegt. Die Darstellung zeigt die Heiligen als lebensnahe Figuren, dies wird durch fehlende Heiligenscheine unterstrichen. Der Umhang Marias umfängt die beiden Figuren und symbolisiert die Geborgenheit, die eine Mutter ihrem Kind gibt.

Bellinis Maria mit stehendem Kind

Bellini erzeugt mit seiner Variante der Maria mit dem Christuskind eine andere Bildwirkung als Mantegna: Er nutzt kräftige Farben für die Figuren, setzt sie vor einen Landschaftshintergrund und ergänzt am unteren Bildrand eine Art Brüstung auf der Christus dem Betrachter präsentiert wird. Maria greift ihr kräftiges Kleinkind beherzt und zeigt es uns in Gänze.